Fragen und Antworten

Vorbereitung und Planung

Welche Vorkenntnisse/Erfahrungen benötige ich für einen Segeltörn?

Generell benötigst Du keine Vorkenntnisse. Jeder kann an meinen Segeltörns teilnehmen, da sich diese ausdrücklich auch an Anfänger richten. Allerdings kommen auch erfahrenere Segler auf ihre Kosten, da jeder, Anfänger oder Fortgeschrittener, eingeladen ist, sich am Segelalltag einzubringen. Darüber hinaus gebe ich gerne meine Erfahrungen weiter.

Welche Ausrüstung und Kleidung sollte ich mitbringen?

Da meine Segeltörns in den warmen Jahreszeiten oder in den Tropen stattfinden, benötigst Du überwiegend leichte Kleidung. Jedoch sind, vor allem in den Tropen Regenfälle möglich. Für diesen Fall ist eine Regenjacke oder leichtes Ölzeug ratsam. Für den Abend kann ein leichter Pullover ebenfalls nötig werden.

Welche Segelscheine gibt es und welche brauche ich?

Es gibt eine Reihe von Bootsführerscheinen. Man muss die behördlich Vorgeschriebenen von den nicht amtlichen Scheinen unterscheiden. Zunächst gilt, dass ein Segelboot in dem Moment, in dem der Motor eingeschaltet wird, ein Motorboot (Maschinenfahrzeug) ist. Für ein Motorboot ist der Sportbootführerschein See (SBF See) behördlich vorgeschrieben. Desweiteren benötigt jeder Skipper einen Funkschein, der ebenfalls ein amtlicher Schein ist.
Segelscheine sind grundsätzlich keine amtlichen Scheine.
Bei allen meinen Segeltörns werden keine Bootsführerscheine benötigt.

Kann ich ein Boot auch ohne Segelschein chartern?

Wie oben bereits beschrieben, sind Segelscheine nicht behördlich vorgeschrieben. Zum Chartern und Führen eines Bootes benötigt man jedoch die amtlichen Scheine (SBF See und Funkschein SRC).
Darüber hinaus verlangen die meisten Charterunternehmen einen Nachweis darüber, dass der Skipper in der Lage ist, ein Segelboot zu führen. In der Regel muss dafür der Segelschein Sportküstenschifferschein (SKS) vorgelegt werden.

Wie funktioniert die An- und Abreise zum Starthafen?

Die An- und Abreise wird von Dir individuell organisiert. Ich kann dich jedoch auf Wunsch dabei unterstützen, zum Beispiel bei der Auwahl einer geeigneten Airline oder die Gründung einer Fahrgemeinschaft vom Flughafen zur Marina. 
Frag mich gerne für nähere Informationen.

Welche Versicherungen sind notwendig?

Prinzipiell sind keine Versicherungen vorgeschrieben, um an meinen Segeltörns teilzunehmen. Alle nötigen Versicherungen zur Durchführung eines entspannten Segeltörns, sind bereits vorhanden. Ich als Veranstalter verfüge über eine Kautionsversicherung, Skipperhaftpflichtversicherung, sowie eine Reiseveranstalterhaftpflichtversicherung. Diese schließt auch eine Unfallversicherung aller Gäste mit ein.
Darüber hinaus empfehle ich den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung sowie eine Auslandskrankenversicherung.
Frag mich gerne für weitere Informationen.

Welche Einreisebestimmungen gelten für Segeltörns im Ausland?

Die Einreisebestimmungen va­ri­ie­ren je nach Reiseziel.
Bei keinem meiner angebotenen Destinationen ist ein Visum nötig. Jedoch gibt es einige Dinge zu beachten:
Für einen Segeltörn in der Karibik ist ein gültiger Reisepass nötig. Zwar gehört Martinique oder Guadeloupe zur EU und dafür ist ein Personalausweis ausreichend. Jedoch wird für die Einreise aller umliegenden Inseln ein Reisepass benötigt.
Für ein Segeltörn auf den Seychellen ist neben einem gültigen Reisepass auch eine digitale Einreisegenehmigung erforderlich. Diese sollte spätestens 1 Woche vor der Reise hier getätigt werden.

Kosten und Buchung

Was kostet ein Segeltörn und welche Zusatzkosten fallen an?

Die Preise unterscheiden sich je nach dem ausgewählten Ziel und können hier gefunden werden. Zusätzlich zu dem Charterpreis fallen noch Kosten für die gemeinsame Bordkasse an, die sich je nach der Destination unterscheidet und ca. 150 Euro - 250 Euro pro Woche beträgt

Wie werden Bordkassen organisiert?

Die Bordkasse wird in der Regel digital mit der App Splid organisiert.  Welche Posten die Bordkasse beinhaltet, könnt ihr auf der Seite Preise und Termine sehen.

Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es?

Alle Zahlungen werden per Überweisung oder PayPal vorgenommen

Wie hoch ist die Kaution und wofür haftet man?

Meine Segeltörns sind mit einer Kautionsversicherung abgesichert. Deshalb ist keine Kaution nötig. Lediglich der Selbstbehalt der Kautionsversicherung, die je nach Höhe wenige hundert Euro beträgt, wird im Schadenfall über die Bordkasse oder individuell über die Privathaftpflichtversicherung des betreffenden Crewmitglieds abgesichert

Welche Stornobedingungen gelten?

Sollte der Törn von meiner Seite storniert werden müssen, zum Beispiel wegen Krankheit oder ähnliches, wird die Anzahlung in voller Höhe zurückbezahlt. Dies wird auch im Chartervertrag so bestätigt.
Für den Fall eines Stornos von Seiten des Gastes, empfehle ich den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, die nicht nur den Charterpreis sonder auch den Flug absichert.

Leben an Bord

Wie ist das Leben an Bord organisiert (Wachen, Aufgaben, etc.)?

Da meine Segeltörns den Charakter von Urlaubstörns haben, sind die Aufgaben freiwilliger Natur. Wachen fallen nur selten an. Trotzdem ist jeder Gast herzlich eingeladen, sich im seglerischen Alltag einzubringen. Ich gebe meine Erfahrungen gerne weiter.

Wie funktioniert die Verpflegung an Bord?

Am Tag der Ankunft gehen wir als Team gemeinsam einkaufen und verpflegen uns mit dem nötigsten für die Reise. Der Proviant wird je nach Region unterwegs durch frische Lebensmittel ergänzt.
In der Regel kochen wir gemeinsam an Bord. Aber auch Restaurantbesuche oder BBQ's am Strand stehen auf dem Programm.

Wie sind die sanitären Einrichtungen an Bord?

Alle Boote, die von uns genutzt werden, haben Bad und WC. Auf Einrumpfbooten, die im Mittelmeer in der Regel genutzt werden, sind es 1-3, je nach Bootsgröße.
In der Karibik oder den Seychellen nutzen wir in der Regel Katamarane, die in den meisten Fällen deutlich mehr Komfort beitzen. Hier haben in den meisten Fällen alles Kabinen ein eigenes Bad und WC.
Alle Boote verfügen zusätzlich über eine Decksdusche.

Gibt es WLAN/Strom/Handyempfang an Bord?

In der Regel gibt es kein WLAN an Bord. Handyempfang funktioniert in den meisten Fällen.
Im Mittelmeer kann man als EU-Bürger das reguläre Datenvolumen nutzen, so als wäre man zuhause.
In der Karibik verfüge ich über eine Datenkarte, die in sämtlichen Regionen sehr gut funktioniert und die per Hotspot auf Anfrage mitgenutzt werden kann.
Auf den Seychellen muss für einen Datenempfang eine Datenkarte erworben werden.
Ich kann hier in allen Fällen beraten.

Wie viel persönliche Sachen kann ich mitbringen/verstauen?

Auf einem Segelboot ist Stauraum ein rares Gut. Darum solltest du dir genau überlegen, was Du für die eine Segelreise benötigst. In der Regel kann auf Bettwäsche und Handtücher, sowie auf Schnorchelausrüstung verzichtet werden, da diese Dinge in den meisten Fällen im Charterpreis inbegriffen sind.
In allen Fällen solltest Du versuchen, deine Dinge in eine Reisetasche oder Seesack zu verstauen. Oft ist ein Koffer problematisch

Wie groß sind die Gruppen auf einem Segelboot?

Die Gruppen unserer Segelreisen variieren zwischen 3 Gästen auf kleineren Einrumpfbooten bis zu maximal 8 Gästen auf einem Katamaran. Mit mir als Skipper sind die Gruppen immer sehr komfortabel

Segeltechnik und Navigation

Welche Segelmanöver sollte ich beherrschen?

Alle meine Segeltörns richten sich ganz explizit auch an Segelanfänger. Deshalb musst Du keine Segelmanöver beherrschen. Ich bin jedoch gerne bereit, dir alles beizubringen, was du wissen möchtest.
Erfahrene Segler kommen jedoch nicht zu kurz. Der Austausch von Erfahrungen macht Spaß und ist lehrreich.

Wie funktioniert die Navigation/Route?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine Route zu planen und die Navigation entsprechend durchzuführen. Der klassische Weg ist die gute alte Seekarte.
Heutzutage hat sich die elektronische Navigation durchgesetzt. Es gibt zahlreiche Apps und Plotter, auf denen man eine Route bequem planen kann und dieser dann auf dem Boot folgt. Moderne Autopilotsysteme können sogar mit den Plottern über ein Netzwerk (NMEA oder Seatalk) verbunden werden und fahren dann eine vorab geplante Route selbständig ab.

Welche Unterschiede gibt es zwischen verschiedenen Bootstypen?

Üblicherweise werden Segeltörns auf einem Einrumpfboot (Monohull) oder einem Zweirümpfer (Katamaran) durchgeführt. Es gibt zahlreiche weitere Bootstypen, die jedoch im Chartersegment kaum eine Rolle spielen.

Wie verhalte ich mich bei verschiedenen Wetterbedingungen?

Beim Segeln und grundsätzlich auf der See muss man mit unterschiedlichen Bedingungen rechnen. Es kann schon mal etwas stürmischer zugehen. Es gilt immer: Safety first. Wenn man sich nicht sicher ist, ob ein gefahrloses Segeln an einem bestimmten Tag möglich ist, dann wird nicht abgelegt.
Prinzipiell entscheidet immer der Skipper über das Verhalten. Wird es stürmischer, dann wird der Skipper veranlassen, die Rettungswesten zu tragen oder sich sogar lieber unter Deck zu begeben.
Ein erfahrener Skipper wird dafür sorgen, dass Du dich auch bei stürmischen Bedingungen sicher fühlen wirst

Welche Apps/Tools sind für Segler hilfreich?

Es gibt zahlreiche Apps und Tools für unterschiedliche Anwendungsgebiete. Für die Navigation ist zum Beispiel die meistbenutzte von Navionics eine gute Wahl. Für die Auswahl und Beschreibung von Häfen oder Ankerplätzen ist Navily sehr hilfreich.
Für weitere Anregungen frage mich gerne.

Wie funktioniert die Kommunikation auf See?

Der übliche Weg zur Kommunikation zwischen zwei Booten oder auch zu Häfen oder Marinas ist das VHF-Funkgerät die erste Wahl und auf allen Booten, die wir benutzen, an Bord. Zur Nutzung muss der Skipper über einen Funkschein (SRC) verfügen.
Wir segeln in der Regel küstennah, sodass meistens auch ein Handy zur Kommunikation genutzt werden kann.

Reiseplanung und Routen

Welche Segelreviere sind für Anfänger/Fortgeschrittene geeignet?

Mittelmeer

Das Mittelmeer bietet ideale Bedingungen für Segelanfänger. Die Sommermonate bringen beständige, moderate Winde und ruhige See. Die Entfernungen zwischen den Häfen sind überschaubar, und die ausgezeichnete Infrastruktur mit modernen Marinas sorgt für Sicherheit.

Karibik

Die Karibik gilt als eines der besten Segelreviere für Anfänger weltweit. Die Passatwinde sind konstant und vorhersagbar, meist zwischen 15-20 Knoten, was perfekte Segelbedingungen schafft. Das warme, klare Wasser und die kurzen Distanzen zwischen den Inseln machen Navigation einfach. Die gut ausgebaute Charter-Infrastruktur und die englischsprachige Umgebung erleichtern zusätzlich den Einstieg.

Seychellen

Die Seychellen bieten ein tropisches Segelparadies mit konstanten Südost-Passatwinden und ruhigen Gewässern zwischen den Inseln. Die Distanzen sind kurz, meist nur wenige Seemeilen zwischen den Ankerplätzen, und das kristallklare Wasser macht die Navigation sicher und angenehm. Die Infrastruktur ist gut entwickelt, und die freundliche, englischsprachige Bevölkerung hilft bei Problemen gerne weiter. Besonders zwischen Mai und Oktober herrschen optimale Bedingungen mit mäßigen Winden und ruhiger See.

Wie lange dauert ein typischer Segeltörn?

Ein typischer Tagestörn dauert sechs bis acht Stunden, wobei die genaue Dauer von verschiedenen Faktoren abhängt. Halbtagesausflüge sind meist drei bis vier Stunden lang, während Ganztagesausflüge sechs bis acht Stunden dauern. Ausgedehnte Tagestörns können auch acht bis zehn Stunden umfassen.

Der typische Tagesablauf beginnt meist zwischen neun und zehn Uhr morgens. Die reine Segelzeit beträgt vier bis sechs Stunden, unterbrochen von Pausen zum Schwimmen oder Ankern. Eine Mittagspause in einer schönen Bucht dauert normalerweise ein bis zwei Stunden. Die Rückkehr erfolgt dann zwischen siebzehn und neunzehn Uhr.

Die Dauer wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Bei schlechten Windverhältnissen oder Flaute kehrt man eventuell früher zurück. Auch die Entfernung zum Zielort spielt eine Rolle, ebenso wie die Anzahl und Länge der geplanten Stopps. Im Sommer sind längere Törns möglich als in anderen Jahreszeiten, und die Erfahrung der Crew bestimmt oft das Tempo und die Ambition des Ausflugs.

Welche Häfen werden angesteuert?

Die angesteuerten Ziele hängen von dem Revier ab, in dem wir unterwegs sein werden. Auf der Seite Routen kannst Du den geplanten Ablauf einsehen.

Wann ist die beste Reisezeit für welches Revier?

Mittelmeer: Die optimale Zeit ist von Mai bis Oktober, wobei Juni bis September die Hochsaison darstellt. Mai und Oktober bieten angenehme Temperaturen (20-25°C) mit weniger Touristen und günstigeren Preisen. Juli und August sind am heißesten (oft über 30°C) und überfülltest, aber perfekt für Badeurlaub.

Karibik: Dezember bis April gilt als beste Reisezeit - das ist die Trockenzeit mit Temperaturen um 26-28°C und wenig Regen. Mai bis November ist Regenzeit mit höherer Luftfeuchtigkeit und Hurrikangefahr (besonders August-Oktober). Viele Reisende nutzen trotzdem die Nebensaison wegen deutlich niedrigerer Preise.

Seychellen: Als tropisches Ganzjahresziel schwanken die Temperaturen nur zwischen 26-30°C. April/Mai und Oktober/November sind ideal - weniger Wind, ruhige See und minimaler Regen. Dezember bis März ist heißer und feuchter mit gelegentlichen Regenschauern. Juni bis September bringt stärkere Südostwinde, was gut zum Segeln ist, aber manchmal das Baden erschwert.

Kann ich während des Törns tauchen/schnorcheln/angeln?

Die Möglichkeiten zum Tauchen, Schnorcheln und Angeln während eines Segeltörns hängen stark von verschiedenen Faktoren ab. Schnorcheln ist meist problemlos möglich, da keine spezielle Ausrüstung der Charterfirma nötig ist. Besonders lohnenswert ist das Schnorcheln in klaren Gewässern wie dem Mittelmeer, der Karibik oder in den Gewässern der Seychellen.

Beim Tauchen wird eine gültige Tauchzertifizierung wie PADI oder SSI benötigt. Die Ausrüstung ist meist nicht an Bord verfügbar und muss separat organisiert werden. Tauchgänge sollten mit lokalen Tauchbasen geplant werden. Wichtig zu beachten ist, dass nach Tauchgängen 12 bis 24 Stunden gewartet werden sollte, bevor man fliegt.

Angeln ist oft möglich und vor allem in der Karibik und den Seychellen ist die Chance auf einen frischen Bonito oder Mahi Mahi groß und bereichert unseren Speiseplan.

Sicherheit und Gesundheit

Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es?

Bei einem Segeltörn gibt es verschiedene Sicherheitsmaßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen:

Sicherheitsausrüstung an Bord: Die wichtigste Grundausstattung umfasst Schwimmwesten oder Rettungswesten für alle Personen an Bord, Lifelines (Sicherheitsleinen) zum Anklipsen bei rauem Wetter, einen Rettungsring mit Leine, Signalmittel wie Leuchtraketen und Signalhorn, sowie ein Erste-Hilfe-Set. Größere Yachten sollten zusätzlich eine Rettungsinsel, ein EPIRB-Notfunkgerät und eventuell einen MOB-Sender (Mann-über-Bord) mitführen.

Navigation und Kommunikation: Moderne GPS-Geräte mit Kartenplotter sind Standard, aber auch traditionelle Seekarten und Kompass sollten als Backup vorhanden sein. Ein UKW-Funkgerät ermöglicht die Kommunikation mit anderen Schiffen und Küstenstationen. Wichtig ist auch die Wettervorhersage zu verfolgen und bei schlechten Wetterbedingungen entsprechend zu reagieren.

Persönliche Vorbereitung: Alle Crewmitglieder erhalten eine ausführliche Einweisung. Schwimmen können ist Voraussetzung. Bei längeren Törns ist es sinnvoll, wenn mindestens eine Person an Bord einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert hat.

Verhalten an Bord: Die Grundregel "Eine Hand für das Schiff, eine für sich selbst" hilft Stürze zu vermeiden. Bei schlechtem Wetter sollten Sicherheitsleinen verwendet werden. Regelmäßige Sicherheitsbesprechungen und das Üben von Notfallmanövern wie Mann-über-Bord-Manövern sind wichtig.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Bei einem Segeltörn mit schlechtem Wetter müssen verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, die stark von der Intensität der Wetterbedingungen abhängen. Bei mäßig schlechtem Wetter wird zunächst die Segelfläche durch Reffen verkleinert, um die Geschwindigkeit zu kontrollieren und das Boot handhabbar zu halten. Oft wechselt man zu sturmfesteren Segeln wie Sturmsegel oder Trysail, die speziell für widrige Bedingungen entwickelt wurden. Der Kurs wird angepasst, um Wind und Wellen günstiger zu nehmen, während gleichzeitig verstärkte Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, wie das Anlegen von Lifelines und das Tragen von Rettungswesten durch die gesamte Crew.

Die Sicherheitsaspekte sind von entscheidender Bedeutung. Eine sorgfältige Verfolgung der Wetterberichte und entsprechende Routenplanung helfen dabei, gefährliche Situationen zu vermeiden. Die Crew sollte nach Möglichkeit unter Deck bleiben, um sich vor Wind und Wellen zu schützen. 

Erfahrene Skipper zeichnen sich dadurch aus, dass sie gefährliche Wetterlagen durch sorgfältige Planung grundsätzlich vermeiden. Sie sind stets bereit, Häfen anzulaufen oder den gesamten Törn zu unterbrechen, wenn die Bedingungen zu riskant werden. Dabei gilt immer der Grundsatz, dass die Sicherheit der Crew absoluten Vorrang vor dem ursprünglichen Reiseplan hat.

Wie kann ich Seekrankheit vorbeugen und behandeln?

Seekrankheit lässt sich sowohl durch vorbeugende Maßnahmen als auch durch verschiedene Behandlungsmethoden angehen.

Vorbeugung:

Die beste Position auf einem Schiff ist in der Mitte des Fahrzeugs auf einem niedrigen Deck, wo die Bewegungen am geringsten sind. Schaue zum Horizont oder fixiere einen stabilen Punkt in der Ferne - das hilft dem Gleichgewichtssinn, sich zu orientieren. Vermeide es, nach unten zu schauen oder zu lesen, da dies die Verwirrung zwischen visuellen und vestibulären Signalen verstärkt.

Esse vor der Fahrt leicht und vermeide fettige, würzige oder stark riechende Speisen sowie Alkohol. Ein leicht gefüllter Magen ist besser als ein völlig leerer oder überfüllter. Sorge für frische Luft und bleibe möglichst an Deck statt in geschlossenen Räumen.

Medikamentöse Vorbeugung:

Antihistaminika wie Dimenhydrinat (Vomex) oder Cinnarizin sind bewährte Mittel, die etwa eine Stunde vor Fahrtantritt eingenommen werden sollten. Scopolamin-Pflaster, die hinter das Ohr geklebt werden, wirken bis zu drei Tage lang, müssen aber bereits mehrere Stunden vor der Fahrt angebracht werden.

Behandlung bei akuter Seekrankheit:

Falls bereits Symptome auftreten, helfen oft die gleichen Medikamente wie zur Vorbeugung, allerdings in etwas höherer Dosierung. Ingwer in Form von Kapseln, Tee oder kandierten Stücken kann Übelkeit lindern. Akupressur-Armbänder, die Druck auf bestimmte Punkte am Handgelenk ausüben, werden von manchen Menschen als hilfreich empfunden.

Wichtig ist auch, hydratisiert zu bleiben - trinke kleine Mengen Wasser oder ungesüßten Tee. Bei schwerem Erbrechen können Elektrolytlösungen nötig werden.

Langfristige Gewöhnung:

Regelmäßige Seefahrten führen oft zu einer natürlichen Anpassung - die meisten Menschen entwickeln nach einigen Tagen auf See eine gewisse Gewöhnung an die Bewegungen.

Wie verhalte ich mich bei einem Notfall auf See?

Bei einem Notfall auf See ist schnelles und besonnenes Handeln entscheidend. Hier sind die wichtigsten Schritte:

Sofortmaßnahmen

Bewahre Ruhe - Panik führt zu schlechten Entscheidungen. Verschaffe dir einen Überblick über die Situation und priorisiere die Gefahren.

Setze einen Notruf ab - Funke sofort einen Mayday-Ruf über UKW-Kanal 16 oder nutze ein Satellitentelefon/EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacon). Gib dabei an: deine Position, Art des Notfalls, Anzahl Personen an Bord, benötigte Hilfe.

Je nach Notfallart

Bei Wassereinbruch: Lokalisiere die Leckage und dichte sie wenn möglich ab. Setze Bilgenpumpen ein. Lege Schwimmwesten an und bereite die Rettungsinsel vor.

Bei Feuer: Schalte Motorraum/Elektrik ab, unternimm Löschversuche, aber nur wenn sicher möglich. Bei Ausbreitung verlasse sofort das Boot.

Bei Motorausfall: Setze den Anker (falls nötig), setze Segel wenn möglich, fordere Schlepphilfe an.

Person über Bord: Rufe sofort "Mann über Bord", wirf eine Schwimmhilfe zu, verliere die Person nicht aus den Augen, leite ein Wendemanöver ein.

Wichtige Ausrüstung

Stelle sicher, dass du immer an Bord hast: Schwimmwesten, UKW-Funk, Signalmittel (Leuchtraketen, Signalhorn), Erste-Hilfe-Set, wasserdichte Taschenlampe und wenn möglich einen EPIRB.

Vorbereitung ist alles - Mache dich vor jeder Fahrt mit der Sicherheitsausrüstung vertraut und informiere jemanden an Land über deine geplante Route und Rückkehrzeit.

Welche medizinische Ausrüstung ist an Bord?

Alle Charteryachten verfügen über einen Erstehilfe-Kasten, die regelmäßig gewartet werden müssen. es wird grundsätzlich die Mitnahme von individuellen Medikamenten empfohlen

Wie gut muss meine körperliche Fitness sein?

Die körperlichen Anforderungen beim Segeln hängen stark von der Art der Reise ab, die du planst:

Entspannte Küstentörns oder Charter mit Skipper: Hier reicht eine normale Grundfitness völlig aus. Du solltest dich sicher auf einem schwankenden Boot bewegen können und keine größeren Gleichgewichtsprobleme haben.

Mitsegler auf längeren Törns: Eine etwas bessere Kondition ist hilfreich, da du beim Setzen und Bergen der Segel mithelfen musst. Wichtig sind eine gewisse Grundkraft in Armen und Rücken sowie Ausdauer für längere Wachen. Seekrankheit kann zusätzlich an den Kräften zehren.

Anspruchsvolle Segelreisen oder Regattasegeln: Hier solltest du körperlich fit sein. Du brauchst gute Kondition, Kraft zum Trimmen der Segel bei verschiedenen Wetterbedingungen und die Fähigkeit, auch bei Stress und Müdigkeit konzentriert zu arbeiten.

Allgemeine Empfehlungen:

  • Schwimmen können ist essentiell
  • Gute Balance und Koordination sind hilfreich
  • Rücken- und Core-Stabilität beugen Verletzungen vor
  • Bei Vorerkrankungen oder Unsicherheiten solltest du mit einem Arzt sprechen

Wichtiger als Topfitness sind Teamgeist, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, Anweisungen zu befolgen.

Spezielle Anfragen

Kann ich allein als Einzelperson mitfahren?

Alle von mir angbebotenen Segelreisen sind auch für Alleinreisende geeignet.
In der Regel wirst du als Alleinreisender oder Alleinreisende die Kabine mit einer anderen Person teilen.

Kann ich Kinder mitnehmen? Ab welchem Alter?

Die Mitnahme von Kindern ist grundsätzlich kein Problem, sollte aber im Einzelfall besprochen werden.

Kann ich spezielle Ernährungsbedürfnisse berücksichtigen lassen?

Ja, spezielle Ernährungsbedürfnisse können bei Segelreisen definitiv berücksichtigt werden. 

Bei der Buchung sollten folgende Bedürfnisse im Voraus kommunizieren:

Häufige Ernährungsbedürfnisse:

  • Vegetarische oder vegane Ernährung
  • Glutenfreie Kost bei Zöliakie
  • Laktoseintoleranz
  • Allergien gegen Nüsse, Meeresfrüchte, etc.
  • Diabetikerdiät
  • Halal oder kosher
Sind Haustiere an Bord erlaubt?

Bei meinen Segelreisen sind grundsätzlich keine Haustiere erlaubt. Im Einzelfall kann man sich dazu aber austauschen und eventuell Lösungen zu erzielen.

Gibt es barrierefreie Segelmöglichkeiten?

Ja, es gibt barrierefreie Segelmöglichkeiten – also speziell angepasste Angebote für Menschen mit körperlichen, sensorischen oder kognitiven Einschränkungen. Diese Form des inklusiven Segelns wird von zahlreichen Vereinen, Stiftungen und Organisationen im In- und Ausland gefördert.

Informiere dich gerne bei mir!